Implantologie

Die Implantologie ist ein Zweig der zahnärztlichen Behandlung, welcher eng mit der oralen und parodontalen Chirurgie verbunden ist. Implantate bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten um verlorengegangeneZähne  ästhetisch wie funktional geradezu perfekt zu ersetzen.

Implantate ermöglichen den Ersatz von einem oder mehreren Zähnen ohne die Notwendigkeit des Abschleifens der Nachbarzähne.

Hervorgehoben sei  auch die Möglichkeit von implantatgetragenen Vollprothesen. Die Vollprothesen sind durch Steggeschiebe stabil mit den Implantaten verbunden, womit schlechter Sitz, besonders im zahnlosen Unterkiefer, vermieden wird.

Im Jahr 2010 schrieb Dr.Elio Morelato seine Magisterabeit über das Thema „Retention der Unterkiefer-Vollprothesen auf Implantaten“.

Zahnimplantate sind schraubenförmige Zylinder aus Titan, welche in den Kieferknochen eingesetzt werden und somit die natürliche Zahnwurzel ersetzen. Dieser Eingriff wird üblicherweise in Lokalanästhesie vorgenommen und ist vollkommen schmerzlos.

Während der Einheilzeit (6 Wochen – 6 Monate) verwachsen die Implantate mit dem Kieferknochen. In dieser Zeit wird der Patient mit einem provisorischem Zahnersatz versorgt.

Nach Ablauf der Einheilphase werden die fest im Kiefer verankerten Implantatkörper mit kleinen Pfosten versorgt. Auf diesen wird dann später die endgültige prothetische Konstruktion, Einzelkrone oder Brücke, definitiv befestigt.

Voraussetzungen für eine Implantation sind das Vorhandensein von genügend Knochensubstanz, dieses wird anhand einer digitalen Panoramaaufnahme oder eines CT überprüft, sowie eine sehr gute Mundhygiene. Zu den wichtigsten Vorbereitungen in der Planung gehört die Erhebung der Krankengeschichte des Patienten. Durch eine eventuell vorhandene chronische Erkrankung kann sich eine eingeschränkte Gegenanzeige (relative Kontraindikation) zur Implantation ergeben.